📌 Wärmebildkamera vs. Vorsatzgerät
Handgehaltene Wärmebildkameras (Monokulare) sind in Deutschland frei käuflich — keine Genehmigung nötig, da sie nicht auf eine Waffe aufgesetzt werden. Ideal für Reviergang, Pirsch-Vorbereitung, Nachsuche und Beobachtung.
Vorsatzgeräte werden auf das Zielfernrohr der Waffe aufgesetzt — hier gelten Waffengesetz-Einschränkungen (siehe Hinweis auf der Kaufberatungsseite).
Die Geräte im Detail
Alle 6 Wärmebildkameras im Einzelporträt
01HIKMICRO Condor CQ35L 2.0
★ Bestes Gesamtpaket · mit Entfernungsmesser
Die Condor ist das Gerät, an dem sich die Konkurrenz messen lassen muss — nicht wegen eines einzelnen Spitzenwerts, sondern weil hier alles zusammenkommt. Der Sensor löst mit 640×512 Pixeln bei 12 µm Pixelpitch auf, die NETD liegt unter 15 mK. Diese Zahl ist die wichtigste im Datenblatt: Sie beschreibt, wie kleine Temperaturunterschiede das Gerät noch auflösen kann. Je niedriger, desto besser — und unter 15 mK ist Spitzenklasse. In der Praxis heißt das: Man erkennt ein Reh im Feld nicht nur als weißen Fleck, sondern sieht Konturen, Läufe und Kopfhaltung.
Das 35-mm-Objektiv mit F1.0 sammelt viel Strahlung und liefert ein helles, kontrastreiches Bild. Besonders wertvoll im Revier ist die HSIS-shutterless-Technik: Klassische Wärmebildgeräte müssen ihren Sensor regelmäßig kalibrieren und schieben dafür einen Verschluss vor die Optik — das Bild friert für einen Moment ein, oft begleitet von einem hörbaren Klicken. Genau in diesem Moment kann das entscheidende Stück Wild abspringen. Die Condor arbeitet ohne diesen Shutter: durchgehendes Bild, kein Klicken, keine Vergrämung.
Der integrierte 1.000-m-Laserentfernungsmesser macht das Gerät zum Alleskönner: ansprechen und Distanz messen in einem Arbeitsgang, ohne das zweite Gerät vom Gurt zu nehmen. Dazu ein Wechselakku, der sich im Feld tauschen lässt — bei den Standzeiten einer Nachtjagd kein Luxus. Der Straßenpreis liegt je nach Ausführung im mittleren vierstelligen Bereich.
Einordnung
Das Handgerät für den, der eine Lösung statt vieler Einzelgeräte will: Spitzensensor, shutterless, Laser-Entfernungsmesser und Wechselakku in einem Gehäuse. Wer Bestandserfassung und Ansprechen ernsthaft betreibt, findet hier das vollständigste Paket.
02Pulsar Telos LRF XG50
Premium · modular & aufrüstbar
Die Telos verfolgt eine Idee, die im Wärmebildmarkt einzigartig ist: Sie ist modular aufgebaut und lässt sich aufrüsten. Sensor und Objektiv können vom Hersteller getauscht werden, ohne dass man ein komplett neues Gerät kaufen muss. In einem Segment, in dem die Technik alle zwei Jahre einen Sprung macht und vierstellige Beträge im Feuer stehen, ist das ein Argument, das über die reine Bildqualität hinausgeht.
Technisch ist die Telos erstklassig ausgestattet: 640×480 Pixel bei 12 µm, ein F50/1.0-Objektiv und ein Zoombereich von 3,5- bis 14-fach. Die Erkennungsreichweite gibt Pulsar mit rund 2.300 m an — ein Wert, der für die Feldbeobachtung großzügig dimensioniert ist. Der integrierte Laserentfernungsmesser ergänzt das Bild um die Distanz.
Praktisch überzeugt der LPS7i-Akku: über acht Stunden Laufzeit und induktiv ladbar — man legt das Gerät auf die Ladeschale, kein Fummeln mit Steckern bei Nässe oder Kälte. Für lange Ansitze und mehrtägige Reviergänge ist das eine spürbare Erleichterung. Das Gerät liegt preislich im oberen Segment.
Einordnung
Die zukunftssicherste Investition im Feld: Wer nicht alle drei Jahre komplett neu kaufen will, bekommt mit dem Modulkonzept eine Perspektive, die sonst niemand bietet. Bildqualität und Ausdauer sind ohnehin auf Premium-Niveau.
03ThermTec Cyclops 640D
Innovation · Dual-Objektiv
Die Cyclops löst ein Problem, das jeder kennt, der mit Wärmebild jagt: Man braucht eigentlich zwei Geräte. Ein weitwinkliges zum Absuchen der Fläche — und ein langbrennweitiges zum Ansprechen des Stücks, das man gefunden hat. Digitaler Zoom hilft dabei wenig: Er vergrößert nur die vorhandenen Pixel und macht das Bild matschig, ohne Details hinzuzufügen.
ThermTec verbaut deshalb zwei echte Objektive in einem Gehäuse, zwischen denen man umschaltet. Das ist der entscheidende Unterschied: Man wechselt nicht in eine digitale Vergrößerung, sondern in eine echte optische Brennweite — mit voller Detailauflösung. Absuchen im Weitwinkel, Umschalten, Ansprechen mit Tele. Was sonst zwei Geräte und zwei Griffe erfordert, erledigt hier ein Daumendruck.
Der Sensor bietet 640×512 Pixel bei 12 µm und eine NETD von ≤25 mK — solide, wenn auch nicht ganz auf dem Niveau der Condor. Ein KI-gestützter Entfernungsmesser schätzt die Distanz, die Akkulaufzeit liegt bei bis zu 12 Stunden, das Gehäuse ist nach IP67 geschützt. Für den, der viel Fläche absucht und dann punktgenau ansprechen muss, ist das Konzept schlüssiger als jedes Zoom-Versprechen.
Einordnung
Die cleverste Lösung für ein reales Problem: zwei echte Brennweiten statt digitalem Zoom-Matsch. Wer große Flächen absucht und danach sicher ansprechen will, spart sich damit ein zweites Gerät.
04Nocpix Lumi H35
💰 Preis-Leistung · leichtestes Gerät
Nocpix ist die aufstrebende Marke im Wärmebildsegment — und die Lumi H35 zeigt, warum. Sie bietet den 640×512-Sensor bei 12 µm mit einer NETD von ≤18 mK, also nahezu Premium-Niveau, zu einem deutlich niedrigeren Preis. Der eigentliche Trumpf steckt aber im Objektiv: 35 mm bei F0.9.
Diese Blendenzahl ist bemerkenswert. F0.9 statt der üblichen F1.0 bedeutet rund 20 % mehr Lichtstärke — und im Wärmebild heißt das: mehr Strahlung auf dem Sensor, mehr Signal, weniger Rauschen. Gerade bei schwierigen Bedingungen — feuchte Luft, geringe Temperaturunterschiede zwischen Wild und Umgebung, Nebel — macht sich das bemerkbar. Die Reality+-KI optimiert das Bild zusätzlich in Echtzeit.
Mit rund 345 g ist die Lumi das leichteste Gerät im Feld — wer die Kamera stundenlang am Ansitz oder auf der Pirsch mitführt, weiß das zu schätzen. Der 18650-Wechselakku ist Standard und lässt sich günstig ersetzen; man kann problemlos zwei Ersatzzellen in die Tasche stecken. Wer Premium-Bildqualität sucht, aber nicht den Premium-Preis zahlen will, findet hier die interessanteste Alternative.
Einordnung
Der Preis-Leistungs-Tipp im Feld: fast Premium-Sensor, das lichtstärkste Objektiv (F0.9), leichtestes Gehäuse und günstige Wechselakkus. Wer den Aufpreis zur Condor oder Telos scheut, bekommt hier erstaunlich viel Gerät.
05HIKMICRO Falcon FQ35 2.0
Einhandbedienung · ohne Entfernungsmesser
Die Falcon ist im Kern die Condor ohne Laserentfernungsmesser — und genau das macht sie für viele Jäger interessant. Sie teilt den gleichen erstklassigen Sensor (640×512 bei 12 µm, NETD <15 mK), das gleiche lichtstarke 35-mm-F1.0-Objektiv und die gleiche HSIS-shutterless-Technik: durchgehendes Bild ohne Kalibrierungspausen, kein Klicken, das Wild vergrämt.
Der Verzicht auf den Laser hat zwei Konsequenzen. Die offensichtliche: Der Preis sinkt spürbar. Die zweite ist eine Frage der Arbeitsweise — wer ohnehin einen separaten Entfernungsmesser am Gurt trägt oder wer das Gerät hauptsächlich zur Bestandserfassung und zum Absuchen nutzt, braucht den integrierten Laser schlicht nicht. Beim reinen „Was ist da draußen?" ist die Distanz zweitrangig.
Die Einhandbedienung ist durchdacht: Alle wichtigen Funktionen liegen unter dem Daumen, man kann das Gerät führen, ohne den Blick zu lösen oder die zweite Hand zu benutzen — praktisch, wenn die andere Hand die Waffe hält. Mit rund 485 g liegt sie im Mittelfeld. Wer den vollen HIKMICRO-Sensor will, aber den Aufpreis für den Laser nicht zahlen möchte, greift hier zu.
Einordnung
Die vernünftige Alternative zur Condor: identische Bildqualität und shutterless-Technik, nur ohne Laser. Für Bestandserfassung und Absuchen die klügere Wahl — der gesparte Betrag ist beträchtlich.
06Leica Calonox 2 View
Premium · beste Bildabstimmung
Leica geht beim Wärmebild denselben Weg wie beim Glas: Nicht die höchste Zahl im Datenblatt zählt, sondern was am Ende im Auge ankommt. Der Sensor stammt vom französischen Spezialisten LYNRED und löst mit 640×480 Pixeln bei 12 µm auf — auf dem Papier unauffällig. Entscheidend ist, was Leica daraus macht.
Die LIO™-Bildoptimierung ist Leicas eigene Signalverarbeitung, und sie ist der eigentliche Grund, dieses Gerät zu kaufen. Das Bild wirkt natürlicher und plastischer als bei der Konkurrenz — weniger überzeichnet, weniger „digital", mit einer Durchzeichnung, die das Ansprechen erleichtert. Wer Wärmebildgeräte direkt nebeneinander vergleicht, merkt schnell, dass hohe Sensorwerte allein kein gutes Bild ergeben; die Abstimmung entscheidet.
Das 42-mm-Objektiv mit F1.1 ist etwas langbrennweitiger als bei der Konkurrenz — das schmälert das Sehfeld leicht, bringt aber mehr Detail auf Distanz. Die Kamera arbeitet shutterless und damit lautlos, die Akkulaufzeit liegt bei rund 60 Stunden — ein Ausnahmewert, der lange Reviergänge ohne Nachladen erlaubt. Gefertigt wird in Portugal, die Verarbeitung ist Leica-typisch.
Einordnung
Das Gerät für den, der das beste Bild will — nicht die besten Zahlen. Natürliche, plastische Darstellung dank LIO-Abstimmung, lautlos, mit herausragender Akkulaufzeit. Wer schon Leica-Glas führt, wird die Bildsprache wiedererkennen.
Selbst im Einsatz
Mein Gerät im Revier: HIKMICRO Habrok HQ35LN
Die sechs Geräte oben sind reine Wärmebild-Monokulare. Ich selbst führe im Revier bewusst etwas anderes: das HIKMICRO Habrok HQ35LN, ein Multispektral-Binokular, das man mit beiden Augen bedient. Es vereint zwei Kanäle in einem Gehäuse – einen 640er-Wärmebildkanal zum Finden und einen digitalen Nachtsicht-Kanal (Restlichtverstärker mit IR-Strahler) zum Ansprechen. Als Jagdausübungsberechtigter ist das für mich der entscheidende Punkt: Ich kann den Rehbestand auch nachts sauber ansprechen und erfassen und weiß, welches Stück ich vor mir habe – im reinen Wärmebild ist das oft nicht möglich.
Praxisbericht · eigenes Gerät
HIKMICRO Habrok HQ35LN
Multispektral-Binokular · Wärmebild + digitale Nachtsicht (Fusion) · 940-nm-IR-Strahler
Wärmesensor
640×512 @ 12 µm
Grundsätzlich macht das Habrok eine gute Arbeit. Es ist das Werkzeug, mit dem ich abends ins Revier gehe, Wild aufspüre und dann in den Nachtsicht-Kanal wechsle, um sauber anzusprechen. Nach einiger Zeit im Einsatz kenne ich aber auch die Grenzen und Eigenheiten genau – und die gehören hier ehrlich dazu.
🔦
Stärke: nachts sauber ansprechen & Bestand erfassen
Der digitale Nachtsicht-Kanal zeigt echte Struktur und Fell statt nur einer Wärmesignatur – so lässt sich das Rehwild wirklich ansprechen, nicht nur orten. Für die Revierarbeit ist das der Kern: Ich kann den Wildbestand, insbesondere den Rehbestand, auch bei Nacht sauber und ordentlich erfassen und weiß, welches Stück ich vor mir habe. Wichtig: Der Abschuss von Rehwild mit Hilfe technischer Nachtsicht- oder Wärmebildgeräte ist unzulässig – diese Geräte dienen dem Auffinden und Ansprechen, nicht dem Schuss.
🔋
Stärke: universelle 18650-Akkus
Das Habrok läuft auf zwei handelsüblichen 18650-Zellen (vier liegen bei). Der große Vorteil im Alltag: Dieselben Akkus nutze ich auch in anderen Geräten wie der Taschenlampe. Kein proprietäres Akkupack, das man teuer nachkaufen muss – Ersatz ist überall günstig zu bekommen und im Feld schnell gewechselt.
💡
Grenze: interner 940-nm-Strahler reicht ~80 m
Der eingebaute IR-Strahler arbeitet mit 940 nm – für Wild praktisch unsichtbar und damit wildschonend, aber lichtschwächer als 850 nm. In der Praxis reicht er für ein sauberes Ansprechen nur bis etwa 80 m. Darüber wird es dünn. Ich nutze deshalb zusätzlich eine externe IR-Taschenlampe, mit der ich dann auf 120–140 m sicher ansprechen kann.
🔄
Grenze: hängt sich selten auf
Selten, aber es kommt vor: Das Gerät friert ein und reagiert nicht mehr. Dann hilft nur, einen Akku kurz zu entnehmen und neu zu starten – im entscheidenden Moment ärgerlich, aber schnell behoben, wenn man es weiß.
👓
Grenze: Augenmuscheln gehen verloren
Die Halterung der Okular-Augenmuscheln ist am Habrok konstruktiv schlecht gelöst – ich verliere sie regelmäßig im Revier. Positiv anzumerken: HIKMICRO hat mir auf Anfrage kostenlos Ersatz geliefert. Der Service stimmt also, auch wenn die Lösung selbst nachbesserungswürdig ist.
Mein Fazit
Für mich als Revierinhaber ist das Habrok HQ35LN trotz der Schwächen ein sehr nützliches Werkzeug: Wärmebild zum Finden, Nachtsicht zum sicheren Ansprechen, dazu ein LRF – alles in einem Gerät und beidäugig zu bedienen. Die interne IR-Reichweite und die Augenmuschel-Halterung sind die echten Schwachpunkte; beides lässt sich mit einer externen IR-Lampe bzw. dem kulanten Ersatz von HIKMICRO abfedern. Wer nachts nicht nur orten, sondern seinen Wildbestand verlässlich ansprechen und erfassen will, bekommt hier viel Gerät für den Preis.
Direktvergleich
Technische Daten der 6 Geräte im Vergleich
Bester Wert je Kennzahl farblich hervorgehoben
| Kennzahl |
HIKMICRO Condor CQ35L 2.0 |
Pulsar Telos LRF XG50 |
ThermTec Cyclops 640D |
Nocpix Lumi H35 |
HIKMICRO Falcon FQ35 2.0 |
Leica Calonox 2 View |
| Sensor |
640×512 |
640×480 |
640×512 |
640×512 |
640×512 |
640×480 |
| Pixelabstand |
12 µm |
12 µm |
12 µm |
12 µm |
12 µm |
12 µm |
| NETD (Sensitivität) |
<15 mK |
<40 mK |
≤25 mK |
≤18 mK |
<15 mK |
<40 mK |
| Objektiv / Blende |
35 mm F1.0 |
50 mm F1.0 |
20/40 mm F1.0 |
35 mm F0.9 |
35 mm F1.0 |
42 mm F1.1 |
| Erkennungsreichweite |
1.800 m |
~2.300 m |
~2.000 m |
1.800 m |
1.800 m |
2.210 m |
| Laser-Entfernungsmesser |
✓ (1.000 m) |
✓ |
✓ (KI) |
— |
— |
— |
| Akkulaufzeit |
~4 h |
>8 h |
bis 12 h |
~4,5 h |
~6,5 h |
~10 h |
| Gewicht |
~458 g |
~660 g |
~550 g |
~345 g |
~485 g |
~590 g |
| Display |
OLED 1024×768 |
AMOLED 1024×768 |
AMOLED 1024×768 |
OLED 1024×768 |
OLED 1920×1080 |
Micro-OLED 1920×1080 |
| Preis (ca.) |
~2.400 € |
~2.890 € |
~2.700 € |
~1.999 € |
~1.699 € |
~4.230 € |
Die Hervorhebung markiert den jeweils besten Einzelwert — sie ersetzt keine Gesamtempfehlung. Welches Gerät passt, hängt vom Revier ab: breites Sehfeld für den Wald, Reichweite fürs Feld, LRF fürs sichere Ansprechen. Ein niedriger NETD-Wert (mehr Bildruhe bei Nebel/Regen) wiegt in der Praxis oft schwerer als die reine Reichweite.
Kaufberatung
Wofür brauche ich eine Wärmebildkamera?
🌙
Nächtlicher Reviergang
Schwarzwild orten ohne Licht, Bestandserfassung bei Nacht, Fuchs-Monitoring. Hier zählt: kompaktes Design, lange Akkulaufzeit und ein breites Sehfeld, um Wild schnell zu finden.
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Nachsuche
Angeschossenes Wild im Dunkeln finden. Hier sind Detailgenauigkeit (niedriger NETD) und Reichweite entscheidend — ein integrierter Entfernungsmesser ist ein deutlicher Vorteil, weil sich die Distanz zum Stück sofort einschätzen lässt.
📋
Pirsch-Vorbereitung
Wildstandorte vor dem Ansitz erkunden, Einstände kontrollieren. Ein kompaktes Monokular am Riemen — klein und leicht genug, um es immer dabei zu haben.