Ein Vorsatzgerät mit integriertem Laser-Entfernungsmesser unter 1.500 € — das PARD FT32 LRF besetzt eine Lücke, die die etablierten Hersteller lange dem Premium-Segment vorbehalten haben. Was das Gerät kann und wo gespart wurde.

PARD FT32📷 waermebild/pard-ft32-lrf.png
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Preis-Tipp
🎯 Vorsatzgerät mit LRF
PARD FT32 LRF
ca. ~1.400 €
Wertung
Sensor
384 × 288 px, 12 µm
NETD
≤ 25 mK (Herstellerangabe)
Objektiv
35 mm
Extra
Laser-Entfernungsmesser

Das FT32 LRF macht das vorhandene Tageszielfernrohr nachttauglich und beantwortet gleichzeitig die kritischste Frage der Nachtjagd: die Distanz. Der integrierte Laser-Entfernungsmesser blendet die Entfernung auf Knopfdruck ins Bild — bei Nacht, wo jede Schätzreferenz fehlt, ein echter Sicherheitsgewinn. Der 384er-Sensor liefert für die typischen Kirrungs- und Wiesendistanzen bis 150 m ein sauber aufgelöstes Bild.

Vorteile
  • Integrierter LRF in dieser Preisklasse konkurrenzlos
  • Solide 384er-Sensorleistung für Kirrungs-Distanzen
  • Werkzeuglose Adapter-Montage vor dem Tagesglas
  • Deutlich günstiger als Pulsar Krypton oder Hikmicro Thunder
Nachteile
  • Wiederholgenauigkeit der Treffpunktlage nach Ab-/Anbau immer selbst überprüfen
  • App und Menüführung weniger ausgereift als bei Pulsar
  • Service-Netz in Deutschland dünner als bei etablierten Marken

🔎 Unabhängige Praxistests u. a. bei BoarBrothers und geartester.de. Die Note ist eine eigenständige Redaktionelle Einordnung.

Der entscheidende Praxispunkt: Wiederholgenauigkeit

Bei jedem Vorsatzgerät — unabhängig vom Hersteller — entscheidet die Wiederholgenauigkeit über die Praxistauglichkeit: Behält die Waffe nach Abnehmen und Wiederaufsetzen des Geräts ihre Treffpunktlage? Die Regel für jedes Vorsatzgerät: nach der Montage auf dem Schießstand mit der eigenen Laborierung kontrollschießen, den Adapter mit Markierung immer identisch setzen und die Kombination aus Waffe, Tagesglas und Vorsatz als Einheit dokumentieren. Kaliber-Freigaben des Herstellers beachten — starker Rückstoß ist der natürliche Feind jeder Vorsatzoptik.

Einordnung: Wann zum teureren Gerät greifen?

Das FT32 LRF ist die rationale Wahl für den Jäger, der ein Vorsatzgerät primär für die Schwarzwildjagd an der Kirrung braucht und den LRF-Sicherheitsgewinn mitnehmen will. Die teureren Alternativen — Hikmicro Thunder 3.0, Pulsar Krypton 2 — rechtfertigen ihren Aufpreis mit empfindlicheren Sensoren (bis ≤ 15 mK), besserer Software und dichterem Service-Netz. Der große Vergleich steht im Vorsatzgeräte-Vergleich 2026; die rechtliche Lage und Sensor-Grundlagen erklärt die Wärmebild-Kaufberatung.

Häufige Fragen

Darf ich das PARD FT32 LRF in meinem Bundesland jagdlich nutzen?

Der Besitz ist für Jäger seit der Waffenrechtsänderung 2020 erlaubt. Die jagdliche Verwendung von Wärmebild-Vorsatzgeräten regelt jedes Bundesland eigenständig — überwiegend für die Schwarzwildjagd zugelassen, teils mit Genehmigungsvorbehalt. Vor Kauf und Einsatz die aktuelle Regelung der eigenen obersten Jagdbehörde prüfen.

Wozu braucht ein Vorsatzgerät einen Laser-Entfernungsmesser?

Nachts fehlen alle Referenzen zum Schätzen der Distanz — dieselbe Sau kann auf 60 m oder 120 m stehen, ohne dass das Bild es verrät. Der integrierte LRF liefert die Entfernung auf Knopfdruck ins Sichtfeld und macht die Schussentscheidung damit deutlich sicherer.